Seide
besteht aus Fasern, die ausschließlich aus Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen werden. Die hochwertigste Seide (ein Faden hat eine Länge von 3000 m, davon sind aber nur 1200 m verwendbar) gewinnt man aus dem Kokon des Maulbeerspinners, einer gezüchteten Seidenraupe, die sich von Blättern des Maulbeerbaumes ernährt. Schon 3000 v. Chr. wurden im Ursprungsland der Seide, in China, Stoffe daraus gewebt. Unter Androhung der Todesstrafe war es verboten, die Raupen außer Landes zu führen, deshalb gelang es Schmugglern erst 550 n. Chr. Eier von Seidenraupen nach Europa zu bringen. Kleidung aus Seide hat ein gutes Isolationsvermögen, wärmt im Winter und kühlt im Sommer, kann ähnlich wie Schurwolle ca. 30% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen und ist aufgrund der Feinheit und Geschmeidigkeit der Faser sehr angenehm auf der Haut.

