Chinos
Auch bekannt als Kakihosen (Hindi-Wort für "staubfarben") wurden 1848 von dem englischen Regimentskommandanten Sir Harry Lumsden in Peshawar, Britisch-Indien, aus einem für ihn unhaltbaren Zustand heraus ins Leben gerufen. Ständig ruinierte der allgegenwärtige Staub die blütenweißen Baumwolluniformen seiner Truppe, also ließ er sie kurzerhand in dem gelblich-braunen Erdton einfärben. 50 Jahre später (1898), als sich die Amerikaner für den spanisch-amerikanischen Bürgerkrieg rüsteten, tauschten sie ihre blauen Wolluniformen gegen eine Uniform aus kakifarbener Baumwolle und tauften die Hosen "Chinos" (spanisch/amerikanische Umgangssprache für leicht "gebräunt"). Im zweiten Weltkrieg waren Chinos nebst den dazugehörigen Hemden mit Brusttaschen das Erkennungszeichen für die Top-Guns der US Air Force. Seit 1945 haben die aus fester, stapazierfähiger Baumwolle, an Gesäß und Oberschenkeln mit einer bequemen Weite ausgestatteten Chinos oder Kakihosen auch einen festen Platz in der zivilen Garderobe.

