Baumwolle
(griech. sindon = Leinenstoff, dt. Bezeichnung stammt aus dem 12. Jahrhundert und entspringt der Vorstellung von Schafen, die auf Bäumen leben). Baumwolle ist das Samenhaar des zur Malvengattung gehörenden Gossypium-Strauches. Sie gedeiht in Ländern mit subtropischem Klima (z.B. Indien, Ägypten, USA) und ist mengenmäßig der bedeutendste und billigste textile Rohstoff. Baumwolle spielte lange Zeit neben Wolle und Leinen nur eine unbedeutende Rolle. Alexander der Große brachte sie 325 v. Chr. aus Indien nach Europa, und seit dem 12. Jahrhundert wird sie auch in Deutschland verarbeitet. Die Beliebtheit der Baumwolle konnte auch nicht durch das 1721 verhängte Verbot, Kleidung aus Baumwolle zu tragen, gestoppt werden. (Preußenkönig Friedrich verhängte das Verbot, in der Hoffnung so der steigenden Einfuhr begegnen zu können.)

